Bürgerversammlung zu der geplanten Notunterkunft in Wannsee

Am Mittwoch, den 25.11.  fand in den Räumen der Baptistengemeinde in Wannsee eine Informationsveranstaltung für Anwohner/innen der geplanten Notunterkunft auf dem Gelände der ehemaligen Lungenklinik statt. Etwa 160 Bürger/innen waren gekommen, um sich über die Planungen zu informieren. Die Unterkunft soll bereits im Dezember eröffnen und etwa 230 Menschen Obdach bieten. Später soll sie in eine Gemeinschaftunterkunft umgewandelt und noch weiter ausgebaut werden. Bis zu 1000 Plätze sind geplant. Die Diskussion machte deutlich, dass etwa die Hälfte der Anwesenden diese Planungen sehr kritisch sehen. Negative Auswirkungen auf das Wohnumfeld werden befürchtet. Viele bürgerinnen und Bürger vermissen klare Konzepte und Antworten der Politik. demgegenüber machten Bürgermeister Kopp und der Abteilungsleiter im LaGeSo, Herr Küpper, deutlich, dass es sich gegenwärtig um eine absolute Ausnahmesituation handele, auf die man sich sehr kurzfristig einstellen musste. Dies gelänge immer besser.
Solange aber jeden Tag weitere 7-800 Flüchtlinge in Berlin ankämen, müsse man ihnen zunächst einmal ein Dach über den Kopf besorgen. Stadträtin Markl-Vieto appellierte an die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Auch von ihnen hänge es ab, ob und wie gut die Aufgabe bewältigt werden wird.
Herr Krech vom Ökumenischen Willkommensbündnis berichtete von der konkreten Arbeit der im Bündnis Engagierten, den vielen positiven Erfahrungen und warb für eine Mitarbeit der Anwesenden. Moderiert wurde die kontroverse Diskussion vom Mittelhof.

Ein Beitrag des Mittelhof e.V., Königstr. 42-43, 14163 Berlin, www.mittelhof.org; https://www.facebook.com/villamittelhof

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