Newseintrag

Seit 20.02.2020 hängt dieses Transparent an der Villa Schöneberg.

24.02.2020

Schöneberg-Nord: Kein Opfer wird vergessen!

Am 20.02.2020, am Tag nach dem rassistisch motivierten Terroranschlag von Hanau, sprachen wir mit einigen der anwesenden Kinder und Jugendlichen über diese Morde und entschlossen uns ein Transparent zu gestalten.
Da wir schon zu dem antisemitisch motivierten Terroranschlag von Halle die Themen Rassismus, Faschismus und politisch motivierte Morde des Öfteren diskutiert hatten, dauerte es nicht lange sich auf die Überschrift „Rassismus tötet“ zu verständigen. Ebenfalls sehr schnell einigten wir uns darauf, weitere Orte aufzuzählen, in denen Migrant*innen von Rechtsextremen ermordet worden waren, aber auch den, an dem der Demokrat Lübcke ermordet wurde.
Wir recherchierten im Netz und entschieden uns, neben den drei aktuellsten Terroranschlägen, auch auf Vergangenes, wie das rassistische Pogrom von Rostock-Lichtenhagen und die rassistischen Brandanschläge von Mölln hinzuweisen.
An dieser spontanen Aktion nahmen vier junge afghanische Männer, drei türkischstämmige, ein kurdischer junger Mann und zwei Kinder mit Roma-Wurzeln teil.

„Wo von der Bundesregierung lediglich 94 Tötungsdelikte als rechts motiviert gewertet werden, ergeben Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung eine weitaus höhere Zahl: Mindestens 198 Todesopfer rechter Gewalt seit dem Wendejahr 1990 sowie 12 weitere Verdachtsfälle“.


Wir wünschen den Angehörigen und Hinterbliebenen aller Opfer viel Kraft und sprechen Ihnen unser Beileid aus.

Die Mitarbeiter*innen der Villa Schöneberg und unserere Besucher*innen


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