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FILMTIPP: "Kindheit" - wie sie auch sein kann

Dieser norwegische Dokumentarfilm von Margreth Olin zeigt, wie wunderbar Kinder heute auch aufwachsen können und wie ihre Kindheit vor der Schule abläuft. Die Regisseurin beobachtet dafür eine Gruppe ein- bis siebenjährigen Kinder. Sie besuchen eine abgelegene Vorschule in einem Osloer Vorort. Die Erzieher legen hier Wert darauf, dass die Kinder die Natur erkunden, eigene Erfahrungen sammeln und ihre Wünsche und Vorstellungen entfalten. Sie können nach Herzenslust in den Wäldern herumtollen. Im Film wird für eine Erziehung geworben, bei der die Kinder nicht ausgebildet, sondern mit viel Zeit und Ruhe und in liebevoller Begleitung ihre Umwelt erkunden und das Miteinander mit den Altersgefährten aktiv gestalten. Diese freundliche begleitende Methode, Kinder heranwachsen zu lassen, lässt erwarten, dass sie optimale Voraussetzungen für die glückliche Zukunft bekommen und sich entspannt zu gefestigten Menschen entwickeln können ohne psychische Probleme. Hier geht es einfach "nur" darum, dass Kinder glücklich sind. Wo sonst ist das noch so? Margareth Olin sieht in ihrem Film einen stillen Protest. Die Ruhe und Ausgeglichenheit der Kinder und Erwachsenen wirkt beinahe ungewöhnlich. Und vielleicht wünscht sich mancher Zuschauer so eine Kindheit für seinen Nachwuchs. Erziehung kann so einfach sein, freundlich mit Bauchgefühl und aus der Situation heraus ohne ständig zu hinterfragen, was ist gut und richtig. Kinder erfahren das selbst, wenn sie sich ausprobieren dürfen. Als Zuschauer erlebt man einen inneren Aufschrei, der leider in unserer Gesellschaft kaum noch passiert. Dieser stille eindrucksvolle Film ist sehr zu empfehlen und viel wirksamer als jeder Erziehungsratgeber.

  • Ab 19. April läuft er im Kino 90 Minuten lang in Norwegisch mit deutschen Untertiteln.

"Drücken musste!" - für euch zum Ausmalen:

Heinrich Zille hätte in diesem Jahr seinen 160. Geburtstag gefeiert. Eines seiner vielen bekannten Bilder "Drücken musste!" haben wir für euch hier zum Ausmalen abgedruckt. Es wurde 1910 von "Pinselheinrich" gemalt.

Wer noch mehr Bilder von Heinrich Zille sehen oder alles über sein Leben erfahren möchte, geht am besten ins ZilleMuseum im Nikolaiviertel,
Propststr. 111, 10178 Berlin-Mitte
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