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FAMILIENAUSFLÜGE ... deutsche Städte mit der Bahn entdecken!

KÖLN
Die Einfahrt über die Hohenzollernbrücke in den Kölner Hauptbahnhof rückt den Kölner Dom in den Blick - eines der berühmtesten Bauwerke Deutschlands, das nie fertig wird. Den passieren wir gleich, bevor wir zumindest einen kleinen Teil der zahlreichen Kölner Attraktionen, wie das Odysseum oder das Schokoladenmuseum, erkunden. Andere Höhepunkte, wie den größten Trampolinpark in Nordrhein-Westfalen oder eine Schiffstour auf dem Rhein, heben wir uns für spätere Besuche auf.

Tour 1: Auf der "schäl Sick" - KölnTriangle und Odysseum
Am Dom kommt niemand vorbei - auch wir nicht, obwohl wir diesmal andere Attraktionen in Köln kennenlernen wollen. Deshalb begnügen wir uns mit einem kurzen bewundernden Blick von außen. Selbst unsere Kinder, sonst keine Freunde historischer Bauten, sind angesichts der schieren Größe beeindruckt. Anschließend laufen wir über die mit Liebesschlössern behängte Hohenzollernbrücke nach Köln-Deutz, also auf die "schäl Sick". Das ist die Bezeichnung für die aus Sicht mancher Rheinländer "falsche", rechte Rheinseite (laut Altbundeskanzler Konrad Adenauer begann dort bereits Sibirien). Aber warum "schäl"? Eine Erklärung beruft sich auf die Zeit, als die Schiffskähne rheinaufwärts noch von Pferden gezogen wurden. Angeblich wurden die Pferde auf der "falschen" Rheinseite so von der Reflexion des Sonnenlichts auf dem Fluss geblendet, dass manch ein Ross auf einem Auge blind geworden sein soll. Darum wurde den Pferden auf dem rheinseitigen Auge eine Scheuklappe angelegt, weshalb sie schlecht sehen konnten, laut kölschem Dialekt also "schäl" waren. Unser Nachwuchs scheint uns diese Geschichte nicht wirklich abnehmen zu wollen ...
In Deutz laufen wir direkt auf das KölnTriangle zu, einen über 100 Meter hohen gläsernen Büroturm mit einer Aussichtsplattform, die einen 360-Grad-Blick zulässt. Und natürlich schauen wir vor allem auf die "richtige" Rheinseite, auf den Dom, das Stadtpanorama und die markanten Neubauten im Rheinauhafen. Und wir schauen in Richtung Osten, wo sich hinter der Lanxess-Arena - die unsere Kinder überraschenderweise von diversen Konzerten kennen - unser nächstes Ziel verbirgt, das Odysseum ...

Tour 2: Süss und geheimnisvoll - Schokoladenmuseum und das unterirdische Köln
Heute geht es süss weiter. Wir steigen am Hauptbahnhof die Buslinie 133 und kommen in knapp zehn Minuten zum Schokoladenmuseum. Das liegt wie ein Schiff aus Glas und Aluminium im Kölner Rheinauhafen und hat eine unwiderstehliche Fracht geladen. Für unsere Kinder ist es natürlich beinahe eine Folter, sich zunächst über die Kulturgeschichte des Kakaos zu informieren, Interesse für die Schokoladengeschichten aus der Kindheit ihrer Eltern zu heucheln oder im Tropenhaus Kakaobäume und andere Pflanzen zu betrachten. Sie zieht es in die gläserne Schokoladenfabrik mit dem ewig sprudelnden Schokoladenbrunnen, wo sie endlich probieren dürfen. Später lernen sie dann in einem anderthalbstündigen Kurs, wie man feine Schokoladenkunstwerke selbst herstellt. Mal sehen, ob sie das Gelernte zu Hause umsetzen ...
Nachdem wir uns im Shop mit verführerischen Vorräten eingedeckt haben, steigen wir wieder in die Buslinie 133 und fahren zurück zum Hauptbahnhof. Ganz in dessen Nähe, genauer gesagt am Römertorbogen auf der Domplatte, treffen wir uns mit den anderen Teilnehmern einer etwa zweistündigen Expedition in das unterirdische Köln, die der Verein RegioColonia neben vielen anderen Führungen anbietet. Gruselig ist das nicht, aber beeindruckend, wenn schon nach wenigen Stufen Zeugnisse der Stadthistorie sichtbar werden - die einstige römische Stadtmauer, Spuren des prachtvollen Prätoriums (Residenz des römischen Statthalters) oder ein früherer Abwasserkanal. Römer in Köln? Auch für Kinder eine spannende Geschichte, wenn sie sich in eine längst vergangene Epoche versetzen können ...

  • KölnTourismus Service Center | Kardinal-Höffner-Platz 1 | 50667 Köln | Tel. 0221/34 64 30
  • www.koelntourismus.de
  • Quelle:
  • Bernd Pieper
  • Familienausflüge
  • 16 deutsche Städte mit der Bahn entdecken
  • J.P. Bachem Verlag
  • ISBN 978-3-7616-3218-5
  • 14,95 Euro

5. FeriencampMesse von Potskids und KIEK MAL
Sonntag, dem 25. Februar 2018 in der Orangerie der Biosphäre Potsdam
10 bis 17 Uhr

Veranstalter von Feriencamps, Klassenfahrten und Familienreisen werben im südlichen Feeling der Orangerie für ihre Angebote. Besucher können an einer Messerallye teilnehmen und wertvolle Preise gewinnen.

  • Infos zur Messe in Potsdam und Anmeldungen für Aussteller ab jetzt:
  • KIEK MAL - Berliner Kinder- und Familienzeitung
  • Leipziger Str. 116-118, 10117 Berlin, Tel. 030/279 37 68, kpzkiekmal@t-online.de
  • www.feriencampmesse.de