Berliner Bündnis für Familie

Berliner Bündnis für Familie

Ute Nennecke, Ursula von der Leyen, Roland Geiger
Bündniskoordinatoren Ute Nennecke und Roland Geiger mit Familienministerin Ursula von der Leyen (2006)

Das landesweit agierende Berliner Bündnis für Familie wurde im November 2005 gegründet, um über das partnerschaftliche Engagement von Wirtschaft, sozialen Organisationen, Verwaltungen, Politik und Verbänden praktische Verbesserungen für Familien in Berlin zu erreichen. 

Das Familienbündnis will speziell auf Familien zugeschnittenes Engagement unterstützen, vorhandene Angebote vernetzen und neue Projekte ins Rollen bringen. Denn der Nutzen eines familienfreundlichen Umfelds kommt nicht allein den Familien, sondern auch der gesamten Stadt, Unternehmen und Organisationen zugute. Familienfreundlichkeit ist letztendlich ein Gewinn für Alle. Das Berliner Bündnis für Familie richtet sich an alle, die Verantwortung übernehmen und sich für eine kinder- und familienfreundliche Stadt engagieren. 

Familienbündnis trifft Ministerin

Koordinatoren und Ministerin Schröder
Bündniskoordinatoren Ute Nennecke und Roland Geiger mit Familienministerin Kristina Schröder

Anlässlich des Aktionstags "Lokale Bündnisse für Familie", besuchte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder am 17. Mai 2010 den INA.KINDER.GARTEN der Charité in Berlin, um sich ein Bild davon zu machen, wie Kitas den Bedürfnissen von Kindern und ihren Eltern gerecht werden können.

Die INA.KINDER.GARTEN GmbH ist Mitglied im Berliner Bündnis für Familie und so hatten auch unsere Bündnis Koordinatoren Ute Nennecke und Roland Geiger Gelegenheit, die Familienministerin zu treffen.

"In vielen Berufen arbeiten Menschen abends, nachts oder am Wochenende – zum Beispiel Krankenschwestern, Busfahrer oder Angestellte im Hotel. Diese Eltern brauchen für ihre Kinder besonders flexible Betreuungsangebote", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in der Kita auf dem Campus Virchow der Charité in Berlin. "Gute Kinderbetreuung darf nicht zum Privatproblem werden, nur weil sie außerhalb der normalen Geschäftszeiten nötig ist. Der INA.KINDER.GARTEN ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen Vätern und Müttern helfen können, Familie und Beruf besser zu vereinbaren."

Jahrestreffen 2010

Katrin Fleischer und Dr. Ulrike Gutheil
Katrin Fleischer vom Familienbündnis begrüßt Dr. Ulrike Gutheil, Kanzlerin der TU Berlin, als neues Bündnismitglied

Am 6. Mai 2010 fand das 4. Jahrestreffen des Berliner Bündnis für Familie im Holiday Inn, Berlin-Mitte statt. Hier stellten die Projektgruppen "Lange Nacht der Familie" und "Pilotprojekte" sowie die anwesenden Bezirksbündnisse ihre Arbeit vor.

Ein Höhepunkt dieser Veranstaltung: Die Kanzlerin der TU Berlin, Dr. Ulrike Gutheil, vollzog mit ihrer Unterschrift den Beitritt der TU Berlin zum Familienbündnis und erläuterte ausführlich die Aktivitäten der TU zum Thema Familienfreundlichkeit.

„Wir haben erkannt, dass Familienfreundlichkeit heute und in Zukunft ein wichtiger Standortfaktor ist. Daher haben wir in Strategie- und Auditierungsworkshops konkrete Ziele und Maßnahmen erarbeitet, diese zu erreichen“, betont Dr. Ulrike Gutheil. Maßnahmen, die inzwischen umgesetzt werden konnten, sind zum Beispiel familienfreundliche Sitzungszeiten der wichtigsten TU-Gremien, die Einrichtung mehrerer Eltern-Kind-Zimmer sowie im letzten Jahr die Eröffnung eines Familienbüros, das nun unter anderem Ferienbetreuungen und Elternberatungen organisiert sowie das Projekt „audit familiengerechte Hochschule“, dessen Projektleiterin die TU-Kanzlerin ist, koordiniert.

Bisherige Arbeit

Im Anschluss an die erfolgreiche Gründung des Berliner Bündnis für Familie im November 2005 haben sich Akteure aus unterschiedlichen Bereichen in verschiedenen Arbeitsgruppen zusammengefunden. 

Auf einem gemeinsamen Forum Kinderbetreuung in der Kindercity Berlin konnten sich am 15. Mai 2008 Unternehmen und Eltern bei verschiedenen Anbietern von Kinderbetreuungsdienstleistungen über deren Angebote informieren. Vertreten waren 24-Stunden-Kitas, Kinderhotels, Kindertagesstätten mit längeren Öffnungszeiten und speziellen Konzepten sowie „schnelle Eingreiftrupps“ für Notfälle oder besondere Arbeitssituationen.

Im September 2007 fand bereits zum zweiten Mal ein Aktionstag in Berliner Betrieben statt: Mama und Papa bei der Arbeit. Es beteiligten sich folgende Arbeitgeber aus Berlin: Berliner Wasserbetriebe, Deutsche Rentenversicherung Bund, DGB Bundesvorstand, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Caritas Altenhilfe gGbmH, KfW Bankengruppe, Finanzierungs- und Beratungsgesellschaft (FuB), Sankt Gertrauden Krankenhaus. 

Um den Erfahrungsaustausch zu verbessern, organisiert das Berliner Bündnis einmal jährlich ein Treffen der Berliner Bezirksbündnisse. Über die Mailingliste des Berliner Bündnis für Familie werden aktuelle Neuigkeiten aus den Projektgruppen und bezirklichen Bündnissen sowie interessante Termine oder Nachrichten publiziert. 

Außerdem werden Projektideen in den Bereichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Elternbildung und -beratung entwickelt.  

Das Berliner Institut für Sozialforschung (BIS) führte 2006 zur Unterstützung des Berliner Bündnis für Familie die Berliner Elternbefragung durch, deren Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst wurden.

Für die bessere Information von Familien wurde der Familienatlas Berlinentwickelt, der es erlaubt, im Internet zielsicher nach familienspezifischen Angeboten zu suchen.
www.familienatlas-berlin.de